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Unter "Astrologie" wird gemeinhin "Sternedeutekunst" verstanden. Dieser Ausdruck ist geeignet, die Astrologie dem Uneingeweihten in ein falsches Licht zu bringen und sie mit irgend einer Wahrsagekunst auf gleiche Stufe zu stellen.

In Wirklichkeit ist die Astrologie eine "empirische Wissenschaft", die auf feststehenden kosmischen Gesetzen beruht und die Astronomie zur Basis hat. Sie ist "psychologische Astronomie" und in ihrer praktischen Anwendung eine "wissenschaftliche Divination".

Die Astrologie lehrt uns, dass alle Gestirne einen gewissen Einfluss auf alles Lebende der Erde ausüben. Dieser Einfluss ist, entsprechend dem Gesetze der Attraktion (Anziehung), von der Größe und der Entfernung der Gestirne abhängig. Diese Fernwirkung der Gestirne hat heute bereits eine wissenschaftliche Basis erhalten, und es ist nunmehr gelungen, die alte Erfahrungstatsache eines Zusammenhanges der Gestirne mit den Geschehnissen auf der Erde und ihren Lebewesen auf Grund der modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnis zu erklären.

Die auf uns einwirkende "radioaktive Energie" der Gestirne wurde schon seit den ältesten Zeiten beobachtet. Man fand in ihr sichere Beziehungen zu gleichzeitig auftretenden Naturerscheinungen, politischen Vorgängen der Völker, persönlichen Ereignissen im Leben des Einzelnen. Diese Beobachtungen wurden, da sie sich unter gleichen astralen Verhältnissen wiederholten, zu festen Regeln. So entstand die Astrologie. Die mehrtausendjährige Erprobung dieser Regeln, die auch heute noch bei gleichen Konstellationen zu den gleichen Geschicken und irdischen Vorgängen beeinflussen, erweist die Richtigkeit dieser ältesten Wissenschaft.

Wir sagen "beeinflussen" und nicht "bewirken"! Dadurch ist auch unsere Stellung in der Astrologie bzw. der Frage "Fatum" oder "freier Wille" gekennzeichnet.

Die Astrologie predigt kein unerbittliches unumstößliches Fatum. Zwei sehr beachtenswerte Sätze in der Astrologie lauten:

"Die Sterne machen nur geneigt, aber sie zwingen nicht", und

"die Gestirne beherrschen das Schicksal, aber der Weise regiert die Sterne".

Das will sagen, dass wir trotz der nachweisbar auf uns einwirkenden astralen Einflüsse letzten Grundes doch unseres Schicksals eigene Schmiede - allerdings bis zu einem gewissen Grade - sind, dass also der Weise im gewissen Sinne sich insofern von den Gestirneinflüssen - wenigstens zu einem erheblichen Teil - befreien kann, wenn er imstande ist, diejenigen moralischen Kräfte zu entfalten, die geeignet sind, die Transformation, der ungünstig wirkenden astralen Einflüsse vorzunehmen.